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Aus Anlass des 300. Geburtstages
von Johann Patroclus Möller, dem wohl bedeutendsten
Barockorgelbauer in Westfalen, wurde im September 1998 ein Orgelfestival
veranstaltet. Durch zahlreiche Orgelkonzerte und weiteren Aktivitäten sollte
die Bedeutung von Johann Patroclus Möller im Bewusstsein einer breiten
Öffentlichkeit verankert werden.
Im Rahmen dieses Festivals fand
in Borgentreich vom 16. - 18. September ein Symposium statt. Die Themen "
Die Springladen im europäischen Orgelbau" sowie "Die Dokumentation
der Borgentreicher Orgel als Grundlage zu ihrer Restaurierung" standen im
Mittelpunkt des Symposiums.
Rund 80 Orgelsachverständige aus
sechs europäischen Staaten machten sich ein Bild über den Zustand der
Borgentreicher Springladenorgel und diskutierten über ein Konzept zur
Restaurierung der Barockorgel.
Hier einige Stimmen zum Zustand
und zur Restaurierungsnotwendigkeit der Orgel während des Symposiums:
"Bereits
vor einigen Jahren habe ich eine Restaurierung der Orgel für notwendig
gehalten, aber heute ist das Instrument eine Ruine. Man kann sie nicht mehr
pflegen, denn jeder Handgriff schädigt die historische Substanz!"
(Dr. Axel Unnerbäck, Denkmalsamt Stockholm)
"Dieses
Instrument gehört zu den absoluten Denkmalorgeln Deutschlands, deren
angemessene Restaurierung eine kulturelle Aufgabe per excellence ist "
( Prof. Dr. Gerhard
Aumüller, Marburg)
"Ich kann
mich an kein Konzert erinnern, welches so schwer zu spielen war. Das hat mir
gezeigt, dass das Instrument am Ende ist."
(Prof. Helmut Deutsch, Freiburg)
"Was wäre
diese Orgel, wenn sie so klänge, wie sie klingen könnte; sie wäre ein Traum für
jeden Hörer und Organisten und hätte eine Ausstrahlung in den gesamten
europäischen Raum!"
( Prof. Dr. Gerhard Aumüller, Marburg)
"... ein schlafender oder im Koma liegender
Riese."
(W. Albert Reil, Heerde, Niederlande)

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