Bildarchiv


Werkbank/Orgelmuseum
 

Werkbank 
(Orgelmuseum Borgentreich)
 

 

  

 

  

 


Erbauer der Orgel (Seite 2)



D
ie im Frühjahr 2005 durchgeführten Untersuchungen zur Altersbestimmung der Hölzer ergaben zweifelsfrei, dass ein dritter Bauabschnitt in der Hinzufügung eines 10-registrigen Brustwerks zu sehen ist, welches um 1730 in die Orgel gelangte. Das Brustwerk steht als einziges Teilwerk auf Schleifladen und die Pfeifen unterscheiden sich u. a. in der Zusammensetzung der Legierung des Metalls von allen übrigen Teilwerken deutlich. Der Name eines Orgelbauers für diesen Abschnitt zeichnet sich trotz aller Nachforschungen derzeit noch nicht ab.

Aber auch der Einbau des 10-registrigen Brustwerks bedeutete noch nicht das Ende des Wachsens der Dalheimer Klosterorgel.

In den Archiven findet sich der Hinweis, dass 1749 Gesellen des Lippstädter Orgelbauers Johann Patroclus Möller (1698-1772) in Dalheim gearbeitet haben. Über ihren Auftrag war bis dato nichts bekannt. In der Borgentreicher Orgel indes gleicht die Hohlflöte 8´ des Hauptwerks der Rohrflöte 4´ im Rückpositiv der Orgel in Marienmünster, von Möller 1736/38 gebaut, haargenau. Ferner ist aufgrund der Pfeifenbeschaffenheit und Rasterspuren an Pfeifenfüßen deutlich ablesbar, dass die Quintade 8´ des Brustwerks ursprünglich aus dem Hauptwerk stammt. Daraus kann gefolgert werden, dass die Gesellen Möllers die ursprüngliche Quintade des Hauptwerks durch eine fülligere Hohlflöte ersetzt haben und die im Klang magerere Quintade im Brustwerk neben einem dort vorhandenen Gedackt 8´ eine neue Aufgabe erhielt.
 

oben

[ Seite 1 ]


© 2005 - 2010 Orgelförderverein Borgentreich. Alle Rechte vorbehalten.