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Schmelzofen/Orgelmuseum
 

Schmelzofen 
(Orgelmuseum Borgentreich)
 

Hinweis auf Orgelbauer

 Hinweis auf Orgelbauer im
ehem. Kloster Dalheim

 

 

 
 

 


Erbauer der Orgel



Da bis zum heutigen Tag weder Kostenangebot oder Vertrag noch Rechnung aus der Erbauungszeit gefunden werden konnte, ist die Frage des Erbauers/der Erbauer nicht einwandfrei geklärt. Nach erfolgter Demontage und Untersuchung der Orgel kommt man unter Hinzuziehung aller übrigen Indizien zu folgendem Bild über verschiedene historische Baustufen und hierfür in Frage kommende Orgelbauer.

Die im 17. Jh. entstandene "Grundorgel" oder „Urorgel“, die das heutige Hauptwerk umfasst, entstammt höchstwahrscheinlich der Orgelbauerfamilie Bader (1600-1740) aus Unna. Die Tätigkeit Gottfried Baders (nach 1633 – nach 1701) in Dalheim ist für das Jahr 1677 schriftlich bezeugt. Weitere Hinweise hierfür ergeben sich aus Resten einer Inschrift, die sich in der Klosterkirche Dalheim an der Westwand nördlich neben der ehemaligen Orgel in 5-6 m Höhe befindet und welche bei gutwilliger Interpretation auf einen „Gottfried“ als Erbauer der Orgel deuten könnte.

Auch der berühmte Organologe Christhard Mahrenholz (1900-1980), Verfasser mehrerer Standardwerke über Probleme des Orgelbaus, vermutete 1950 nach seiner Untersuchung der Orgel in Borgentreich einen Bader als ihren Urheber.

Für die zwischen 1700 und 1710 durchgeführte Vergrößerung um das Rückpositiv und das Pedal kommt nach derzeitigem Forschungsstand als Urheber ein Orgelbauer der Schule um Johann Jacob John (1665-1707) in Frage. Hinsichtlich des Pfeifenwerks ergeben sich nämlich verblüffende Übereinstimmungen zwischen dem Borgentreicher Rückpositiv- und Pedalbestand mit erhaltenen Registern der Orgel in Hemer, St. Peter und Paul, die 1701/02 von dem aus Thüringen stammenden John gebaut wurde. Da bekannt ist, dass die Orgel in Hemer in weiten Teilen von Johns Gesellen gefertigt wurde, kommen u. U. auch Johns Schüler, die Gebrüder Reinecke, für diesen Abschnitt des Orgelbaus in Dalheim in Frage.

 

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