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Springlade des Pedals
mit
Schublade des Rückpositivs mit geöffnetem Registerventil
Skizze einer Springlade
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Was verbirgt sich hinter diesem Begriff ? Die Pfeifen einer Orgel stehen auf Holzkästen, den sogenannten Windladen. Diese Windladen werden häufig als Herzstück einer Orgel bezeichnet, weil sie als zentrales Bauteil die Schnittstelle aller Komponenten einer Orgel darstellen. Sie speichern den vom Gebläse kommenden Wind, um ihn nach dem Willen des Organisten in die gewünschten Pfeifen abzugeben. Im Laufe der Jahrhunderte hat es in der Orgelgeschichte die unterschiedlichsten Windladenkonstruktionen gegeben. Als gebräuchlichste Konstruktion ist die Schleiflade zu nennen, die bereits im 15. Jh. entwickelt wurde und auch heute noch nahezu ausschließlich Verwendung findet. Die heute aufgrund ihrer aufwändigen Konstruktion nur noch selten anzutreffende Springlade unterscheidet sich von der Schleiflade hinsichtlich ihrer besonderen Registriervorrichtung. Anstelle der Schleife befinden sich in der Windlade unter jeder Pfeifenbohrung kleine Ventile. Diese werden mit einer Feder gehalten. Sie können mittels Stechern (kleine Metallstifte, die oben aus der Windlade herausragen) geöffnet werden. Beim Ziehen eines Registers drückt eine lange Leiste auf sämtliche dem jeweiligen Register zugehörigen Stecher. Dadurch werden alle Ventile des gezogenen Registers geöffnet. Beim Abstoßen springen die Ventile durch ihre Federn wieder zu. Daher der Name Springlade Der Registerzug muss sowohl in gezogenem wie auch in abgestoßenem Zustand eingehakt werden um die Kraft der Ventilfederchen oder das Gewicht der Registerleiste auszuhalten. Ab 1600 entwickelte sich die Konstruktion der doppelten Springlade. Hier sind die Ventile jeder Kanzelle in eine schwere eichene Leiste eingelassen. Im Falle einer Störung kann man sie wie Schubladen bequem herausnehmen. Trotz oder vielleicht gerade wegen der anspruchsvollen Bauweise ist die Springlade im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts allmählich außer Gebrauch gekommen. Mit Ausnahme von Italien hatte inzwischen die Schleiflade in Europa ihren Siegeszug angetreten.
Die Orgel in der Borgentreicher Pfarrkirche ist mit sechs doppelten Springladen aus dem 17. und 18. Jahrhundert die größte doppelte Springladenorgel weltweit.
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